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Kernenergie in Deutschland (1984)

AuthorDAtF
DateMarch 1984
Classification 2.01.0.00/14 (GERMANY - GENERAL)
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Kernenergie in Deutschland

Einführung

Die Nutzung der Kernkräfte beruht auf der Möglichkeit, die Bindungsenergie 
zwischen den Bausteinen eines Atomkerns durch dessen Spaltung freizusetzen. 
Entdeckt wurde die Kernspaltung Ende 1938 im Kaiser-Wilhelm-Institut für 
Chemie in Berlin von dem späteren Nobelpreisträger Otto Hahn zusammen mit 
Lise Meitner und Fritz Strassmann.

Schon kurze Zeit darauf setzten Bemühungen ein, die Kernspaltung in einem 
Reaktor als Energiequelle zu nutzen. Versuche deutscher Wissenschaftler zum Bau 
eines Kernreaktors in Berlin und später gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in 
Haigerloch auf der Schwäbischen Alb blieben allerdings erfolglos. Der Welt erster 
Kernreaktor wurde am 2. Dezember 1942 in Chicago von dem italienischen 
Physiker Enrico Fermi in Betrieb gesetzt.

In Deutschland bedeutete das Ende des Zweiten Weltkriegs auch das vorläufige
Ende der Beschäftigung mit Kernenergie. Erst mit der Wiederherstellung der 
Souveränität am 5. Mai 1955 konnte in der Bundesrepublik Deutschland die 
Kernforschung wieder aufgenommen werden. Seither hat die friedliche 
Kernenergienutzung in unserem Land eine immer größere Bedeutung gewonnen. 
Heute gehört die weltweit führenden Industrienationen. Auf jede nichtfriedliche 
Nutzung der Kernenergie wurde ausdrücklich und verbindlich verzichtet.

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