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Kernbrennstofversorgung in der BRD (1986)

AuthorDAtF
Date1986
Classification 2.01.0.00/18 (GERMANY - GENERAL)
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1. Einleitung

a) Brennstoffversorgung

Unter dem Begriff "Brennstoffversorgung" von Kernkraftwerken versteht man den 
Teil des Brennstoffkreislaufs, der sich auf die Suche nach Natururan (Exploration) 
sowie den Abbau, seine Aufbereitung, seine Anreicherung bis hin zur 
Brennelementherstellung bezieht. An den Einsatz des Brennstoffs in einem 
Kernkraftwerk schließt sich der zweite Teil des Brennstoffkreislaufs an, der den 
Transport der abgebrannten Brennelemente, Zwischenlagerung, Wiederaufarbeitung,
Konditionierung der verschiedenen radioaktiven Abfälle und Endlagerung
einschließt (Abbildung 1).

Gegenüber den fossilen Rohstoffen Kohle, Öl oder Gas unterscheiden sich die 
Kernbrennstoffe durch einige besondere Merkmale. So setzt zum Beispiel 1 kg 
Natururan bei der Kernspaltung so viel Energie frei wie 15 Tonnen Steinkohle bei 
der Verbrennung. Beim Einsatz von Kernbrennstoff in Reaktoren entstehen bei der 
Kettenreaktion Spaltprodukte, die entsorgt werden müssen. Außerdem werden nicht 
alle in den Reaktor eingebrachten Atomkerne gespalten; es bleibt also immer ein 
nutzbarer Restbrennstoff übrig, der durch eine Wiederaufarbeitungsanlage 
zurückgewonnen werden kann.

Im folgenden werden jedoch nur die einzelnen Schritte der Versorgung und die 
weltweite Marktsituation der Kernbrennstoffe mit ihrem Einfluß auf die 
Versorgung der Bundesrepublik Deutschland betrachtet.

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