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Jahrbuch der Atomwirtschaft 1981 (1981)
| Author | atomwirtschaft |
| Date | 1981 |
| Classification | 6.01.0.20/04 (IMPORTANCE WORLDWIDE) |
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Vorwort Das neue Jahrzehnt eröffnet relativ überschaubare Energieperspektiven: Öl und Gas werden teurer und knapper, regenerative Energiequellen werden in den nächsten zehn Jahren keinen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung leisten können, und auch Sparmöglichkeiten sind entweder langfristig oder schlagen global nur unwesentlich zu Buche. Die Stromerzeugungsbasis für die Bundesrepublik Deutschland und andere Industrieländer ist in dieser Situation unumgänglich Kohle und Kernenergie. Die Ergebnisse der mit großer internationaler Beteiligung vorgenommenen INFCE-Studie zur Bewertung des Brennstoffkreislaufs lassen nicht nur die Ausweglosigkeit der weltweiten Energiesituation ohne umfangreiche Nutzung der Kernenergie, sondern auch Wege erkennen, die friedliche Nutzung ohne Kernwaffenmißbrauch auszubauen. Nach Ansicht der deutschen Elektrizitätswirtschaft müßten unter Berücksichtigung eines zweckmäßigen Verhältnisses von Grundlastkraftwerken zu Mittel- und Spitzenlastkraftwerken in diesem Zeitabschnitt etwa 20 große Kernkraftwerke neu in Betrieb genommen werden. Dies entspräche in etwa den in Bau und in Planung befindlichen Kernkraftwerken. Trotzdem ist die Realisierung dieser Forderung weit von der Wirklichkeit entfernt, betrachtet man die seit Jahren stagnierenden Genehmigungsverfahren für geplante Anlagen und den schleppenden Fortgang verschiedener bereits in Angriff genommener Projekte. Im Jahr 1980 gab es allerdings erste Anzeichen dafür, daß die Verwaltungsgerichte sich stärker auf die Grenzen ihrer Kontrollfunktion besinnen, und die Auffassung wächst, daß die Verantwortung für eine bestimmte atomrechtliche Entscheidung in erster Linie von der Exekutive zu tragen ist. Auch im politischen Raum gab es Ereignisse, die den weiteren Fortgang der Kernenergienutzung positiv beeinflussen könnten, wie z. B die Billigung der neuen Entsorgungsgrundsätze durch die Bundesregierung. Nach wie vor ist die Entsorgung der Kernkraftwerke ein Schlüsselproblem, dessen Lösung im Sinne eines integralen Entsorgungskonzeptes keinen Aufschub mehr duldet. Gut steht es dagegen um die Kernbrennstoffversorgung, die in ihrer Art sogar gegenüber der Kohle besser abschneidet. Bei unverändert beibehaltener Grundkonzeption enthält auch dieser 12. Jahrgang des "Jahrbuchs der Atomwirtschaft" wieder "Informationen" und "Daten" aus dem Jahrgang 1980 der Zeitschrift "atomwirtschaft-atomtechnik" sowie im Teil "Perspektiven" spezielle Status- und Trendberichte und ein auf den neuesten Stand gebrachtes Verzeichnis wichtiger Kernenergie-Adressen. Wolfgang D. Müller Rüdiger Hossner Düsseldorf, im Januar 1981 Jahrbuch der Atomwirtschaft 1981
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