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Plutoniumpolitik in Europa (1979)
| Author | Y.Lenoir |
| Date | 1979 |
| Classification | 6.01.2.10/17 (TECHNICAL - GENERAL INFORMATION) |
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GESCHICHTE DES PLUTONIUM - Erster Teil - Einleitung Plutonium ist das bekannteste und gesuchteste künstliche radioaktive Element. Der Chemiker G. Seabourg erhielt für die Entdeckung eines Verfahrens zur Gewinnung dieses Metalls den Nobelpreis. Inzwischen sind alle die Länder, die über Atomreaktoren verfügen, auch mit einer Wiederaufbereitungseinheit für die Brennstäbe ausgestattet. Aber nur wenige konnten die Industrialisierung der Wiederaufbereitung mit Erfolg durchführen, teils wegen des politischen Drucks, den die beiden Großmächte in dieser Frage ausüben, teils wegen der Schwierigkeiten und Risiken, die bei der Bewerkstelligung selbst auftreten. Im folgenden soll ein knapper Überblick über die Geschichte des Plutoniums gegeben werden; nach einer ausführlicheren Untersuchung der gegenwärtigen Situation schließe ich mit einem Vorausblick auf die in den nächsten Jahren zu erwartende Entwicklung der Plutonium- Ökonomie. Entwickelungen in diesem Bereich gehen sehr langsam vor sich und es ist wenig wahrscheinlich, daß die gegenwärtigen Tendenzen innerhalb der nächsten zehn Jahre eine wesentlich neue Richtung nehmen werden. Vor zehn Jahren begannen die Arbeiten in der Fabrik von LA HAGUE, der ersten Anlage auf dem west-europäischen Kontinent, die Brennstäbe aus "zivilen" stromerzeugenden Atomkraftwerken industriell wiederaufbereiten sollte.Heute kriselt es in La Hague; mehr noch, das Projekt zur schnellen Wiedergewinnung des Plutoniums aus Atomkraftwerken ist verschoben worden, da nirgendwo auf der Welt eine Anlage zur Wiederaufbereitung oxydischer Brennstoffe korrekt funktioniert. Diese unbestreitbaren Tatsachen bringen die Brüter-Programme erheblich in Bedrängnis. Nicht mehr lange, und es wird einstimmige Meinung sein, daß ein autarkes Atom-System nur als Phantasiegebilde besteht.
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