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Wie sicher ist der schnelle Brüter (1984)
| Author | KfK Karlsruhe |
| Date | 1984 |
| Classification | 6.01.2.60/08 (FAST BREEDERS - GENERAL) |
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From the publication:
Einleitung Warum Schnelle Brüter? Fragen der Kernenergie werden in der Öffentlichkeit seit Jahren nachhaltig und kontrovers diskutiert. Zur Versachlichung dieser Diskussion sind Beiträge von Nutzen, die nicht nur dem Anspruch auf fachliche Zuverlässigkeit genügen, sondern auch dem interessierten Laien zugänglich und verständlich sind. Mit der Herausgabe von fünf Vorträgen zum Thema ,,Wie sicher ist der Schnelle Brüter?" möchte das Kernforschungszentrum Karlsruhe einen solchen Beitrag zur öffentlichen Diskussion leisten. Diese Vorträge entstanden im Rahmen einer Informationsveranstaltung, die vom Kernenergie-Informationsstab der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit im März 1978 abgehalten wurde. (1) Der natürliche Energierohstoff der Kernkraftwerke, das Uran, wird von den bisherigen Anlagen nur zu etwa 1% ausgenutzt. Die aus heutiger Sicht abbauwürdigen Uranvorkommen der westlichen Welt werden grob auf etwa 5 Mio t Uran geschätzt. Diese Menge würde beim bisherigen Nutzungsgrad für den 30 jährigen Betrieb von etwa 1000 großen Kernkraftwerksblöcken vom Typ Leichtwasserreaktor ausreichen. Bereits jetzt ist nahezu die Hälfte dieser Zahl im Betrieb oder im Bau. Längerfristig ist somit eine Verknappung und wesentliche Verteuerung des Urans zu erwarten. Für Länder wie die Bundesrepublik Deutschland stellt sich dieses Problem verschärft, da wir wegen nur geringer eigener Vorkommen auf die Einfuhr von Uran vor allem aus Nordamerika, Australien, West- und Südafrika sowie der Sowjetunion angewiesen sind. Mit ,,schnellen" (nicht abgebremsten) Neutronen arbeitende Brutreaktoren (,,Brüter") in Verbindung mit chemischen Wiederaufarbeitungsanlagen können dagegen das Natururan bis zu rund 60% für die Energieerzeugung ausnutzen. Hierdurch lassen sich die Uranvorkommen der Welt auf Jahrhunderte oder Jahrtausende strecken. Der erreichte Entwicklungsstand der Brutreaktoren ist durch die Inbetriebnahme von 11 Versuchs-, Prototyp- bzw. Grossbrüter-Kernkraftwerken gekennzeichnet und läßt es technisch möglich erscheinen, daß in etwa 50 Jahren, d. h. rechtzeitig, der Effekt der sparsamen Urannutzung fühlbar wird.
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