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Harrisburg war nur der Anfang (1979)
| Author | AKW-nein kommission |
| Date | 1979 |
| Classification | 6.01.3.10/13 (NUCLEAR SAFETY - REACTORS - GENERAL) |
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Vorwort Anfangs hatte die "Met Ed", die Setreiberfirma des Atomreaktors "Three Mile Island II" bei Harrisburg den Unfall zu verschweigen versucht, doch dann hatte die Atomindustrie ihre ,,schwärzeste Stunde". Die Atompolitiker aller Parteien bekundeten ihre "Sorge", alles müsse neu durchdacht werden, - "vorschnelle" Schlüsse, d.h. Konsequenzen, wollte man aber nicht ziehen. Nur noch 30 % der Bevölkerung in der BRD hatten Vertrauen in die Entscheidungen der Politiker beim Atomprogramm. Jodtabletten für den Katastrophen"schutz", ,,Sicherheitsüberprüfungen" u.ä. sollten den drohenden Vertrauenschwund aufhalten. Doch kaum zwei Monate später hatte die von den Öl-Multis inszenierte "Ölkrise’' die Frage der Sicherheit von Atomkraftwerken an den Rand gedrängt. Alle Parteien propagieren schon wieder offen den Ausbau des Atomprogramms. Die Sorge vor einem weltweiten Verteilungskrieg – bereits Auslöser von zwei Weltkriegen - soll die Furcht vor der Atomkatastrophe vergessen machen. In diesem Buch ist die Katastrophe von Harrisburg und die Diskussion von der Atomkatastrophe zum ,Ölschock' festgehalten. Schon wieder erklingt das Lied, daß zwar die Kohle, der Verkehr, ja selbst die Sonnenenergie nur mit Menschenopfern zu gewinnen sei, während selbst der Unfall von Harrisburg nur ein zusätzliches Stahlenopfer kosten würde. Deshalb haben wir ein umfangreiches Kapitel in dieses Buch aufgenommen, das darlegt, wie auch solche radioaktiven Ausbrüche wie in Harrisburg oder seinerzeit bei den Atomwaffentests noch nach Jahrzehnten den schleichenden Tod von Tausendenzur Folge hat, auch wenn niemand vor Gericht die Chance hat, den direkten Zusammenhang mit der damaligen Katastrophe nachzuweisen. Steigende Krankheiten, steigender Krebs soll dann wieder als "Begleiterscheinung der Zivilisation", als "unvermeidliches Risiko" neben den Wohltaten der Industriegesellschaft dargestellt werden - Verantwortliche soll es dafür nicht geben. Das Buch soll als Dokument dienen, diesen blanken Zynismus der Verantwortlichen mit Fakten und Analysen zu entschleiern und anzuklagen. AKW-Nein-Kommission des Kommunistischen Bundes
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