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Neue Ergebnisse zur Reaktorsicherheit (1982)

Authoratomwirtschaft
Date1982
Classification 6.01.3.10/31 (NUCLEAR SAFETY - REACTORS - GENERAL)
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Vorwort

Bei der Diskussion der von Kernkraftwerken ausgehenden Risiken für die 
Bevölkerung steht meistens die Frage nach der Möglichkeit einer großen 
Katastrophe, nach den Folgen des »größten anzunehmenden Unfalls« (GAU) 
oder nach der Möglichkeit eines »Super-Gau«, also eines überhaupt nicht 
vorhergesehenen Unfallablaufs im Mittelpunkt Dies war auch in der Wissenschaft 
längere Zeit so. Da es (erfreulicherweise) keine Erfahrungen hinsichtlich des 
Verlaufs und der Folgen katastrophaler Störfälle gibt, war man von Anfang an 
genötigt, zunächst einmal von den ungünstigsten überhaupt nur denkbaren 
Annahmen auszugehen und auf dieser Grundlage das »denkbare«, das 
»anzunehmende « Risiko zu berechnen.
Mit fortschreitenden Erfahrungen beim Bau und Betrieb von Kernkraftwerken und
 mit einer wachsenden Zahl und Breite wissenschaftlicher Untersuchungen stiegen 
auch die Kenntnisse und Erkenntnisse über die Wahrscheinlichkeit und über die 
tatsächliche Möglichkeit bestimmter zunächst angenommener Störfälle und 
Störfallabläufe. So haben inzwischen ausführliche Risikostudien, wie etwa der 
»Rasmussen-Bericht« und die »Deutsche Risikostudie «, sehr viel genauere und 
detaillierter Aufschlüsse darüber gegeben, wie wahrscheinlich oder wie 
unwahrscheinlich bestimmte zunächst anzunehmende Störfälle und Störfallabläufe 
sind. Es liegen heute aber außerdem aufgrund experimenteller und theoretischer 
wissenschaftlicher Arbeiten weitaus genauere Kenntnisse darüber vor, wie 
bestimmte Ereignisse und Vorfälle, die bisher nur mit pauschalen Annahmen 
in die Storfällüberlegungen eingingen, tatsächlich verlaufen.

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