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Alt, älter Super GAU? Je länger Atomkraftwerke in Betrieb sind, desto grösser wird das Risiko (samenvatting) (1996)
| Author | Greenpeace |
| Date | April 1996 |
| Classification | 6.01.3.10/54 (NUCLEAR SAFETY - REACTORS - GENERAL) |
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Vorwort Atomkraftwerke kommen in die Jahre – in Ost und West. Seit dem Unfall von Tschernobyl behandelt die öffentliche Diskussion, soweit sie überhaupt noch geführt wird, überwiegend die Gefahren von "Ostreaktoren". Weltweite Erfahrungen zeigen jedoch, daß Alterungserscheinungen und -probleme nicht nur an Reaktoren aus der ehemaligen Sowjetunion auftreten. Auch die Anlagen in westlichen Industriestaaten, die angeblich die höchsten Sicherheitsstandards aufweisen, sind davor nicht gefeit - zum Beispiel in Frankreich, Schweden oder Deutschland. Die AutorInnen dieser Studie kennen sowohl "westliche" als auch "östliche" Reaktoren aus langjähriger beruflicher Praxis. Zwei von ihnen waren bis 1990 Mitarbeiter des Atomkraftwerkes Greifswald in der ehemaligen DDR. Sie belegen in ihrer Studie, daß die Gefahrdung durch alterungsbedingte Schäden schon lange vor Ablauf der 40 Betriebsjahre beginnen kann, die gern als quasi unbedenkliche Lebensdauer eines Atomkraftwerkes genannt werden. Es ist davon auszugehen, daß der kritische Bereich spätestens mit etwa 20 Betriebsjahren beginnt. Dabei besteht aber keine Garantie, daß Alterungsprobleme nicht schon früher auftreten. Die vorliegende Studie befaßt sich mit ausgewählten Werkstoffproblemen: der Versprödung des Reaktordruckbehälters, Schäden an austenitischen Rohrleitungen sowie Rissen in den Steuerstabdurchführungen im Druckbehälterdeckel. Aus dem umfangreichen Spektrum der Alterungserscheinungen werden damit besonders wichtige und aktuelle Aspekte abgedeckt. Es handelt sich hierbei keineswegs um rein theoretische Überlegungen. Ein Beispiel: Bei den beiden ältesten noch laufenden deutschen Atomkraftwerken - Obrigheim und Stade - besteht seit Jahren das Risiko, daß der Reaktordruckbehälter birst. Die Folge wäre ein Supergau mit katastrophalen radioaktiven Freisetzungen.
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