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Die strahlende bunte Werbung der Atomindustrie
| Author | Bund für Umweltschutz |
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| Classification | 6.06.5.10/05 (NUCLEAR LOBBY - FOREIGN COUNTRIES - GENERAL) |
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From the publication:
1) Fangen wir mal an Als die ersten kleineren Atomkraftwerke *) in der Bundesrepublik in Betrieb genommen wurden, gab es keinen nennenswerten Widerstand. Seit etwa 1971 wurden in der Öffentlichkeit mehr und mehr Bedenken gegen die Atomenergie laut. Es gab Unterschriftssammlungen, Kundgebungen, Traktordemonstrationen und Bauplatzbesetzungen bis zu bundesweiten Demonstrationen im Frühjahr und Herbst 1979. Die Atomindustrie und auch die Bundesregierung reagierten ab 1975 auf diesen Widerstand mit großen Werbeaktionen, die den Bürgern die Notwendigkeit und Sicherheit der Atomkraftwerke verdeutlichen sollten. Nach unserer Meinung wurde hierbei nicht mehr zwischen Information und Werbung getrennt. Ziel solcher "Informationen" war es einerseits, mit jedem Mittel Angst vor der Atomenergie abzubauen und andererseits Angst vor den Konsequenzen eines Verzichts auf Atomtechnologie aufzubauen. Nicht Sachlichkeit und Offenlegung der Probleme scheint uns das Ziel, sondern mit Halbwahrheiten und Annahmen werden alle Schwächen der neuen Technologie hinweggeredet. So beauftragte die Badenwerke AG/Karlsruhe eine Werbeagentur (Kurt Drews/Hamburg), Verfahrensstrategien zu entwerfen, die eine zügige Überwindung des Widerstandes der Bevölkerung gegen den Bau des Atomkraftwerkes Wyhl garantieren sollten. *) Atomenergie und Kernenergie sind dasselbe. In den letzten Jahren benutzten die Gegner meistens das Wort 'Atom', die Befürworter dagegen den 'neutraleren' Begriff 'Kern'.
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