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Sorgenbericht. Bericht der Atommüllkonferenz (1983)
| Author | Atommüllkonferenz |
| Date | December 1983 |
| Classification | 2.01.4.10/09 (GERMANY - WASTE - GENERAL) |
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4. SACHSTAND UND PERSPEKTIVE BEI DER VERHINDERUNG VON ATOMMOLLDEPONIEN Um einen möglichen Einwand gleich vorweg abzuklären: auch uns ist klar, daß der bereits angefallene Atommüll sicher verwahrt werden muß. Unsere Weigerung, zu einem der Konzepte, die international in der Diskussion sind, positiv Stellung zu beziehen, hat zwei einfache Gründe:1.) Zum einen ist anzunehmen, daß unsere Vorschläge für eine sichere Verwahrung des Atommülls von den Beteibern lediglich dazu benutzt werden, weiterhin Atommüll zu produzieren.2.) Zum anderen sind die Risiken, die bestehen, wenn beispielsweise andere geologische Formationen als Steinsalz für die Endlagerung gewählt werden ( und das scheint zwingend, vergl. Abschnitt 4.3), ebenfalls nicht klar abschätzbar. Kompakt- und Zwischenlager sind selbstverständlich indiskutable ,,Lösungen", weil sie das Problem lediglich verschieben. Wir haben deshalb eine klare Haltung und einen machbaren Vorschlag: die Atomkraftwerke müssen abgeschaltet werden, bis zur Klärung der Endlagerfrage kann der Müll in den Reaktorkuppeln verwahrt werden. Die Abfälle aus der Nuklearmedizin, auf die so larmoyant verwiesen wird in dieser Diskussion, machen nicht einmal 5% des Volumens des schwach- bzw. mittelaktiven Mülls aus. Dafür würde sich in einer politisch offenen Diskusssion auch eine Lösung finden lassen. Nur erleben wird das Gegenteil: die Setreiber und die Regierungsstellen sagen A zu den AKWs, ohne zu wissen, wie B (die Entsorgung) machbar sein soll. Wir verweisen derzeit ständig auf B, haben allerdings zu A an anderer Stelle fundiert nein gesagt, denn wer nicht B sagen kann, darf auch nicht A sagen.
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