Stichting Laka

Publicatie Laka-bibliotheek:
Informationen zur Atommüllagerung

AuteurÖko-institut, BBU
Datum
Classificatie 2.01.4.10/16 (DUITSLAND - AFVAL - ALGEMEEN)
Voorkant

Uit de publicatie:

WARUM?

LIEBE UMWELTSCHÜTZERINNEN UND UMWELTSCHÜTZER!

Wir stellen Euch hiermit die Arbeitsmappe "Informationen zur Atommüllagerung" 
vor. Die Idee zu dieser Mappe entstand im Verlauf mehrerer Treffen von 
Bürgerinitiativen, die sich mit der Problematik der Kompakt- und Zwischenlager 
befassen. Seit etwa einem Jahr setzen sich diese Bürgerinitiativen aus dem
ganzen Bundesgebiet in regelmäßigen Abständen zusammen um Erfahrungen
auszutauschen, um sich gegenseitig zu unterstützen und um gemeinsame Aktionen 
zu planen.

Dabei fiel uns auf, daß selbst bei den Anti-AKW-Gruppen dieses Thema viel zu 
wenig beachtet wird, oft auch wegen mangelnder Informationen. Magische Punkte 
wie Gorleben, Brokdorf und zeitweilig auch Grohnde und Wyhl ziehen die 
Aufmerksamkeit der Atomgegner auf sich. Über diesem Engagement wird häufig 
vergessen, daß die Atomindustrie an allen Standorten aktiv ist. Zwei Beispiele 
sollen dies verdeutlichen:

Seit 1975 verhindert die Bevölkerung am Kaiserstuhl das Atomkraftwerk Wyhl. Für 
dieses zurückgestellte Projekt wird aber das Atomkraftwerk Philippsburg II, das 
ursprünglich erst Jahre später gebaut werden sollte, mit den für Wyhl vorgesehenen 
Bauteilen hochgezogen. Für die Betreiber ist es ziemlich unwichtig, an welchem 
dieser Standorte das Atomkraftwerk zuerst gebaut wird.

Das zweite Beispiel ist Gorleben. Jahrelang wurde davon ausgegangen, daß die 
Verhinderung des "Integrierten Entsorgungszentrums" das Aus für die Atompläne 
bedeutet; denn die Atomkraftwerke müßten dann mangels Entsorgungsmöglichkeiten
und Lagermöglichkeiten für die abgebrannten Brennelemente stillgelegt werden. In 
Wirklichkeit leiden die Betreiber und Politiker keineswegs unter diesem Zwang. Denn 
inzwischen wird - wenn es technisch möglich ist - in jedem Atomkraftwerk ein 
Kompaktlager eingerichtet. Außerdem sind verschiedene Zwischenlager beantragt.
Damit hat die Atomindustrie mindestens zehn weitere Jahre Spielraum, in denen 
Atomkraftwerke betrieben werden können.

Um die Atommafia an ihrem Tun zu hindern, muß an allen Orten gegen dieses 
Treiben angegangen werden. Damit können wir das Atomprogramm empfindlich 
stören. Diese Arbeitsmappe soll dazu beitragen, die Zusammenhänge aufzuzeigen 
und soll zu weiteren Aktionen anregen.

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