Stichting Laka

Publicatie Laka-bibliotheek:
Endlagerung stark wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen Deutschlands (1995)

AuteurBundesanst. für Geowiss.u.Rohst.
Datumaugustus 1995
Classificatie 2.01.4.10/31 (DUITSLAND - AFVAL - ALGEMEEN)
Voorkant

Uit de publicatie:

1 Vorwort, Auftrag, Ziele und Arbeitsabläufe

In der Bundesrepublik Deutschland wird ca. ein Drittel der öffentlichen 
Stromversorgung durch Kernkraftwerke gedeckt. Die Entsorgung der dabei 
anfallenden radioaktiven Abfälle ist neben dem sicheren Betrieb der Kraftwerke 
eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung der Kernenergie. Nach dem ,,Gesetz 
über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre 
Gefahren" (Atomgesetz) ist der Bund zuständig für die sichere Endlagerung 
radioaktiver Abfälle.

Das Entsorgungskonzept des Bundes sieht vor, alle Arten radioaktiver Abfälle in 
tiefen geologischen Formationen endzulagern. Dabei sind für die verschiedenen 
Kategorien des radioaktiven Abfalls auch unterschiedliche Endlager-Wirtsgesteine 
vorgesehen.

Die Schachtanlage Konrad soll als Endlager für radioaktive Abfälle mit 
vernachlässigbarer Wärmeentwicklung dienen. Unter dieser Kategorie von Abfällen 
sind solche zu verstehen, die das umgebende Gestein um nicht mehr als 3° C 
erwärmen und die dadurch an ein Endlager bezüglich der Beurteilung der
thermischen und thermomechanischen Auswirkungen keine besonderen 
Anforderungen stellen. Die Entscheidung über die Inbetriebnahme des ehemaligen 
Eisenerzbergwerkes Konrad als Endlager wird voraussichtlich Mitte der neunziger 
Jahre fallen. Es wird etwas 95% der Menge aller radioaktiver Abfälle aufnehmen 
können.

Für hochradioaktive Abfälle sieht die Bundesregierung ebenfalls eine Endlagerung in 
tiefen geologischen Formationen vor. Der zu dieser Kategorie gehörende Abfall soll 
am Standort Gorleben im Salzgestein endgelagert werden. Die untertägige Erkundung 
im Salzstock Gorleben begann 1986 mit dem Abteufen der Schächte. Nach deren 
Fertigstellung sollen die für die weiteren Erkundungsarbeiten notwendigen 
Grubenräume aufgefahren werden und die nachfolgenden Untersuchungen sollen 
klären, ob radioaktive Abfälle sicher endgelagert werden können. Nach dem 
gegenwärtigen Zeitplan kann das geplante Endlager Gorleben nach positivem
Planfestellungsbeschluß den Betrieb nicht vor 2008 aufnehmen.

Das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) in einer Salzstruktur in 
Sachsen-Anhalt wird auf der Grundlage der am 22. April 1986 erteilten 
Dauerbetriebsgenehmigung betrieben. Diese gilt aufgrund des Einigungsvertrages 
und nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Juni 1992 bis zum 
30. Juni 2000 fort. Es werden schwach- und mittelaktive Abfälle mit geringen
Konzentrationen von Alphastrahlern endgelagert.

Unbeschadet der Fortführung des Genehmigungsverfahrens Gorleben ist 1990 in 
der Koalitionsvereinbarung zur 12. Legislaturperiode zwischen CDU/CSU und F.D.P. 
eine Erkundung möglicher weiterer Standorte für hochaktive, stark 
wärmeentwickelnde Abfälle vorgesehen. Das heißt, daß vorsorglich zu den bereits 
abgeschlossenen Forschungsarbeiten im Sedimentgestein (Konrad) und der noch 
laufenden Erkundung im Salz aus Gründen der Entsorgungsvorsorge die vorhandenen 
Kenntnisse über Salzformationen ergänzt und auch andere Gesteinsformationen zur
Vervollständigung des Kenntnisstandes über potentielle Endlagerwirtsgesteine 
überprüft werden sollen.

Deze publicatie is alleen op papier bij Laka beschikbaar, niet als pdf.
Publicaties zijn te leen of informeer of we een kopie kunnen maken. Soms, als we tijd hebben, lukt dat tegen kostprijs van de kopieën.