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Wer WAA saet wird widerstand ernten! (1979)
| Auteur | Kommunistischer Bund |
| Datum | maart 1979 |
| Classificatie | 2.01.8.30/23 (DUITSLAND - GORLEBEN - ALGEMEEN) |
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Uit de publicatie:
Hirsch-Gutachten: ,,Schlimmer als ein Atomkrieg"! So glimpflich scheint für Albrecht das sog. ,,Gorleben-Hearing" nun doch nicht abzulaufen. Vom 28.3. bis 3.4. sollen 25 Kritiker des Gorleben-Konzepts mit 25 Befürwortern aus der Reaktorsicherheits- und Strahlenschutzkommission und der DWK selbst ein ,,wissenschaftliches Streitgespräch" führen. Danach will Albrecht die endgültige Entscheidung (geplant ist Juni/ Juli) für die WAA fällen. Mit dem Hearing soll auch Albrechts persönlicher Freund, der Graf Bernstorff, umgestimmt werden, sein Land (mehr als die Hälfte des geplanten Geländes) an die DWK zu verkaufen. Der Graf konnte auf Kosten der Landesregierung zusammen mit Vetter Graf Hatzfeld und dem Physiker Hirsch die 25 Kritiker für das Hearing aussuchen. Und welche Sicherheitsmaßnahman hatte Albrecht eingebaut, um ein möglichst ,,positives" Ergebnis der Öffentlichkeit präsentieren zu können? Leiter des Hearings ist der Atom-Freund v.Weizsäcker, der auch täglich die Öffentlichkeit mit den Ergebnissen allein versorgen soll. Die Kritiker bekamen überhaupt nur Teile des DWK-Konzepts zu Gesicht. Besonders kritische Wissenschaftler aus der B RD wurden schon vorher von der Teilnahme am Hearing ausgeschlossen. Die Kritiker müssen ihre Antworten - ohne das Recht auf Veröffentlichung der Landesregierung zur Verfügung stellen, die Antworten der WAA-Befürworter bekommen sie vorher nicht zu Gesicht. - In keinem Falle hat das Hearing entscheidende Bedeutung für den Bau der WAA, die Erteilung der Baugenehmigung wird in einem Extra-Gutachterverfahren geklärt. Die Vorsichtsmaßnahmen scheinen nur allzu berechtigt. Inzwischen haben sich die DWK-Vertreter vom Hearing zurückgezogen, ihre Apostel von RSK/SSK ( Reaktorsicherheitskommission, Strahlenschutzkommission, etc.) werden erst einmal allein dastehen, die DWK behält sich damit die Möglichkeit vor, noch ,,neue" Beschwichtigungen nachzuliefern, falls das Hearing allzu ungünstig für sie verlaufen sollte. Ausgerechnet am Tage des Bohrbeginns sind Albrechts Geheimhaltungspläne teilweise durchkreuzt worden, die "Frankfurter Rundschau" (vom 14.3.) konnte bereits Teile aus den kritischen Gutachten öffentlich machen. Wir sind in der Lage hier noch einiges nachzuschieben, und werden bei Gelegenheit weitere Details in unserer Zeitung ,,Arbeiterkampf" enthüllen.
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