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Schachtanlage Konrad. Vom Erzbergwerk zum Endlager (1992)
| Auteur | Bundesamt für Strahlenschutz |
| Datum | oktober 1992 |
| Classificatie | 2.01.8.31/06 (DUITSLAND - SCHACHT KONRAD) |
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Uit de publicatie:
1. Einführung Die erste städtische Ansiedlung im heutigen Stadtgebiet Salzgitter verdankt ihr Dasein einer seit zwei Jahrtausenden bekannten natürlichen Salzquelle. Der fruchtbare Boden, reichlich vorhandenes Quellwasser, das lebensnotwendige Salz und alle zum Leben notwendigen Rohstoffe - unter diesen die begehrten "Eisensteine" - ließen die Menschen seßhaft werden. Der Bergbau hat im Gebiet von Salzgitter also eine lange Tradition. Die Eisenerz-Vorkommen waren seit dem 19. Jahrhundert Grundlage der Industrialisierung im Raum Salzgitter. Es gab drei Gebiete, in denen abbauwürdige Eisenerze an der Erdoberfläche auftraten (Abbildung 1). Diese Lagerstätten entstammten der Unter- und Oberkreide, sie entstanden also vor etwa 136 bis 65 Millionen Jahren. Das Eisenerz wurde im Tage- und Tiefbau abgebaut. Die erste Erzförderung begann im Jahre 1867 in der Grube "Finkenkuhle" bei Salzgitter- Ringelheim. Die letzte in diesem Raum betriebene Erzgrube war die Schachtanlage Haverlahwiese, deren Förderung im Juni 1982 eingestellt wurde. Ihr Eisenerzvorkommen war bereits seit 1837 bekannt. Auch hier begann der Erzabbau zunächst im Tagebau. Erste Stollen wurden 1845 vorgetrieben. Der Tagebau wurde im Oktober 1967 eingestellt. Die Schachtanlage Konrad ist das jüngste der ehemaligen Eisenerzbergwerke im Raum Salzgitter (Abbildung 2). Die Lagerstätte unterscheidet sich wesentlich von denen der anderen genannten Standorte. Der durch die Schachtanlage Konrad aufgeschlossene Eisenerzhorizont wurde im Oberen Jura (Malm) vor etwa 150 Mio. Jahren abgelagert. Die weiträumige Eisenerzlagerstätte ist Teil eines Systems von Salzstockrandsenken, deren erzführender Bereich sich über eine Länge von etwa 60 km von Salzgitter-Hallendorf bis in das Gebiet von Vorhop, nördlich von Gifhorn, erstreckt. Die Breite des Eisenerzgebietes beträgt 8 km bis 15 km. Das Erzvorkommen erreicht an keiner Stelle die Erdoberfläche und ist in der Schachtanlage Konrad zwischen etwa 800 m und 1300 m Tiefe aufgeschlossen.
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