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Garstige Geschichten aus der Atomkreis Lüchow-Dannenberg
| Auteur | Wolfgang Ehmke |
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| Classificatie | 2.01.8.39/04 (DUITSLAND - GORLEBEN - ACTIES) |
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Uit de publicatie:
VORWEG Heute habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben das manager magazin besorgt. In der Jahresausgabe 1984 findet sich ein mehrseitiger Bericht über die Deutsche Gesellschaft zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen (DWK). Der Titel: DWK- außer Spesen nichts gewesen! Was folgt ist ein ungeschminkter Verriß des DWK- Managements in Zusammenhang mit dem (bisher) erfolglosen Versuch, in diesem ihrem Lande eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) zu bauen. In Gorleben und Anderswo hatte die DWK die Gemüter aufgeschreckt. Nach ihrem Streifzug durch das gesamte Bundesgebiet kam die DWK wieder an den Ausgangspunkt ihres Irrlaufes zurück, den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die Vorgänge um Gorleben waren bereits Geschichte geworden, entzogen sich dem publizistischen Interesse. So freuen sich heute lediglich die Unentwegten, die Übriggebliebenen an den Standorten von (geplanten) Atomanlagen über diese Eingeständnisse: Die im Februar 1977 von zwölf Unternehmen der Energieversorgung gegründete Gesellschaft war eine konzeptionelle Mißgeburt. Mit einem Stammkapital von 100 Millionen Mark und einem zum großen Teil hochqualifizierten Mitarbeiterstab ... hat das in Hannover residierende Unternehmen bislang zur Lösung der Entsorgungsfrage so gut wie nichts beigetragen. Lediglich ein halbfertiges Zwischenlager für ausgediente Brennelemente in Gorleben/Niedersachsen und den Rohbau einer Anlage zur Verglasung radioaktiven Mülls im belgischen Mol kann Vorstandschef Scheuten bis heute vorweisen. Für dieses magere -Ergebnis mußten die zwölf Muttergesellschaften bisher rund 1,3 Milliarden Mark Verluste ihrer Tochter abdecken ... Neuerdings sei in Frage gestellt, ob überhaupt noch eine WAA gebaut werden solle. Wegen der Unwirtschaftlichkeit. Aber das manager magazin wird noch deutlicher: Scheutens Mißwirtschaft begann schon in der Anlaufphase der DWK. Der Plan, im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg eine Wiederaufbereitungsanlage mit 1400 Tonnen Jahreskapazität zu bauen, barg kaum kalkulierbare technische und wirtschaftliche Risiken. Ausgerechnet die total unerfahrenen DWK-Strategen sollten eine Mammutfabrik bauen, wie sie in dieser Dimension bislang nirgends in der Welt funktioniert. Der Widerstand gegen das Großprojekt wuchs dann auch schneller, als die Planungsarbeiten fortschritten. Na bitte, unser Reden seit77!
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