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Publicatie Laka-bibliotheek:
Von Lingen nach Ahaus. Atomanlagen in und um Nordrhein-Westfalen (1999)

AuteurEuko-Info Redaktion
Datum1999
Classificatie 2.01.9.90/13 (DUITSLAND - REST INSTALLATIES)
Voorkant

Uit de publicatie:

Einleitung

Titel und Untertitel von ,,Von Lingen nach Ahaus ... - Atomanlagen in und um 
Nordrhein-Westfalen" sind doppeldeutig. Einerseits geht es um möglicherweise
bevorstehende Castor-Atommülltransporte von Lingen nach Ahaus, die nicht
widerstandslos hingenommen werden dürfen. Gleiches gilt natürlich auch für den
Fall von drohenden Lingen-Transporten zur Wiederaufarbeitung. Anderereits sollen
in diesem Buch möglichst viele Aspekte des Atomlandes NRW kompakt und
übersichtlich dargestellt werden. Dazu zählen z.B. auch die länderüberschreitenden
Uranhexafluoridtransporte von Gronau (Urananreicherung) nach Lingen 
(Brennelementefabrik). Ergänzt und abgerundet wird "Von Lingen nach Ahaus ... "
durch grundsätzliche Beiträge über den Uranabbau, die (unsichere) Endlagerung von 
Atommüll und über Machenschaften der Atomindustrie im Umfeld von NRW (in
Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, in Belgien und in den Niederlanden).
Allgemein heißt es, das NRW längst aus der Atomenergie ausgestiegen ist; dass das
nicht der Fall ist, ist in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt: Viele kennen die
Atomruine in Kalkar - doch wer kennt z.B. die laufenden Atomanlagen in Duisburg,
Jülich oder Gronau? Auch die unendlichen Folgen der Atomstromproduktion bleiben
in NRW nicht folgenlos, nicht nur in Ahaus wächst der Atommüllberg: In Gronau soll
zusätzlich zum Uranhexafluoridlager ein ,,Zwischen" lager für 50.000 Tonnen 
Uranoxid errichtet werden und bei Scherroheck soll Atommüll auf einer Mülldeponie 
landen.
Vielleicht werden die Leserinnen einige Informationen vermissen, vielleicht werden
andere wiederum manche Darstellungen als zu ausführlich bezeichnen. Über Lob,
sachliche Kritik, Ergänzungen usw. freuen wir uns.
Stellvertretend für all diejenigen AutorInnen, die zur Artikel und Informationen zur
Herausgabe dieses Bandes beigetragen haben, soll an dieser Stelle Peter Diehl und
Herman Damveld gedankt werden. Weiterhin möchten wir an dieser Stelle all
denjenigen danken, die in irgendeiner anderen Form die Erstellung und Herausgabe
dieses Buches ermöglicht (Lay Out, Korrektur, Spenden ... ) haben.
Trotz des ernsten Themas wünschen wir den Leserinnen viel Spaß bei der Lektüre.

Die EuKo-Info-Redaktion im Juni 1999.

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