Stichting Laka

Publicatie Laka-bibliotheek:
Atomstaat zweiter Anlauf? Zivile und militärische Integration Österreich in die Europäische Atomgemeinschaft (1993)

AuteurAnti-Atom-International, H.Stockinger
Datum1993
Classificatie 2.11.0.00/03 (OOSTENRIJK - ALGEMEEN)
Opmerking doublure cat.nr. 6.04.0.20/23
Voorkant

Uit de publicatie:

Vorwort

Gleichzeitig mit dem "Brief nach Brüssel", dem Ersuchen um Aufnahme in die 
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), wurde am 17. Juli 1989 der Antrag 
der österreichischen Bundesregierung auf Mitgliedschaft in der Europäischen
Atomgemeinschaft (EAG oder Euratom) übergeben. Österreichs Atomgegner sind
damit in der EG-Beitrittsfrage ganz besonders (heraus-)gefordert. Ihre Teilnahme 
an der Debatte ist nicht bloß legitim, sie ist zentral und zwingend.

Wir kennen keine einzige Äußerung eines hohen Politikers der drei größten 
österreichischen Parteien, die den brisanten Antrag zur Aufnahme in den 
unzweideutigen Atomförderclub der Bevölkerung bekannt gemacht hätte. Ein 
erstes in einer Reihe negativer Vorzeichen (Seite 2) .

Dringlich ist nicht allein die Auflistung aller feststehenden, absehbaren und 
möglichen Auswirkungen eines EG-Beitrittes im Atombereich. Dringlich ist vor 
allem deren Diskussion. Die stereotyp gebrachte Beschwichtigungsformel "auch in 
der EG gibt es Länder ohne AKW" dient eher der Verschleierung unausweichlicher 
Einbrüche in die österreichische Antiatomlinie.

Die österreichische Politik muß sich der vollen Bandbreite problematischer Aspekte 
eines Euratom-Beitrittes stellen. Unabdingbar ist eine kontroversiell und 
chancengleich organisierte öffentlichen Debatte. Zwentendorf läßt grüßen. Wenn 
sich die österreichischen Verantwortungsträger und Institutionen den Inhalten dieser 
"Euratom-Broschüre" von Anti Atom International (AAI) eingehend stellen, würde 
dies allerdings eine positive, neue Etappe in der Meinungsbildung markieren.

Hinsichtlich des Atom-Bereiches ist die EG-Sachlage klar: nur Nachteile. Soll "
die Krot" um behaupteter anderweitiger Vorteile willen geschluckt werden?

Wer zu Euratom will, steht im Meinungsgegensatz zur großen Mehrheit der 
Österreicherinnen.

Deze publicatie is alleen op papier bij Laka beschikbaar, niet als pdf.
Publicaties zijn te leen of informeer of we een kopie kunnen maken. Soms, als we tijd hebben, lukt dat tegen kostprijs van de kopieën.