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Gefahrenpotential des Atomkomplexes Temelin (1988)
| Auteur | P.Bossew, A.Wenisch |
| Datum | juni 1988 |
| Classificatie | 2.39.8.10/02 (TSJECHIË - TEMELIN) |
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Uit de publicatie:
Ø Einleitung In Österreich, wie in vielen anderen Ländern, ist sich die Öffentlichkeit in den letzten Jahren in zunehmendem Maß der Risiken bewußt geworden, die die "friedliche" Nutzung der Atomenergie mit sich bringt. Die Diskussionen um Sicherheit und Gefahren von Atomkraftwerken (AKWen) haben dazu geführt, daß 1978 bei der Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf die Mehrheit gegen die Atomenergienutzung gestimmt hat. Bach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl haben auch andere Länder den Nicht-Einstieg in die AKW-Technologie, bzw. den Ausstieg aus ihr beschlossen. Rund um Österreich wird jedoch der Bau von AKWen immer noch - wenn auch mit unterschiedlichem Eifer - betrieben. Die Österreichischen Atomgegner/innen engagieren sich schon lange gegen Atomanlagen, die rund um Österreich errichtet werden. Der jüngste Anlaß war die Einspruchsfrist gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage bei Wackersdorf: Etwa 350.000 Österreicherinnen und Österreicher haben Einwendung gegen die Anlage erhoben. Ein womöglich noch ehrgeizigeres, wenn auch noch nicht so weit fortgeschrittenes Atomprogramm wie die BRD verfolgt die CSSR. Der Bau von AKWen in der CSSR wird von Österreich aus seit Jahren mit wachsender Besorgnis verfolgt, zumal die meisten Anlagen unweit der Grenze liegen. Das bisher größte Projekt betreibt die CSSR bei Temelin nahe Budweis, nur etwas über 60 km von der Österreichischen Grenze entfernt. Da es in der CSSR keine organisierte Antiatombewegung gibt oder besser gesagt geben darf und einzelne Atomgegner keine Möglichkeit haben, öffentlich aufzutreten, war die Problematik auch in Österreich lange Zeit in der öffentlichen Diskussion kaum vorhanden und eigentlich nur dem "harten Kern" der Ökologiebewegung bekannt. Da in der CSSR medienwirksame Aktionen gegen Atomanlagen fast unmöglich sind, war der Marktwert des Engagements gegen das tschechoslowakische Atomprogramm auf dem Österreichischen Informationsmarkt sehr gering; Versuche, darüber zu informieren, wurden infolge mangelnden Sensationswertes meistens ignoriert. (Das hindert ideologisch motivierte Gegner derÖkologiebewegung bis heute nicht daran, ihr diesen Umstand als mangelndes Interesse oder gar als Komplizenschaft anzulasten.)
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