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Vom Ende der Mär: Atomkraft und Klimaschutz (1996)
| Auteur | Fritsche, Lücking, Öko-institut |
| Datum | april 1996 |
| Classificatie | 6.01.2.16/20 (KE & BROEIKAS - WEL/NIET OPLOSSING + SCENARIO'S) |
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Uit de publicatie:
1. Worte statt Taten ... Im Juni. 1992 fand in Rio de Janeiro die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCEO) statt, bei der die sog. Klimarahmenkonvention ausgehandelt wurde. Diese Konvention stellt die erste völkerrechtlich verbindliche Grundlage im Bereich des globalen Klimaschutzes dar - die Reduktion treibhauswirksamer Gase wie Kohlendioxid (CO2) ist damit als gesellschaftliches Ziel akzeptiert. Klimaschutz erhält mittlerweile Unterstützung von ungewohnter Seite: Die Atomindustrie spricht in zunehmendem Maße über Klimapolitik. "Strom aus Uran: Ein Gewinn für die Klimabilanz" lautet die Überschrift ganzseitiger Anzeigen der Stromversorger. Für BDI-Chef Henkel (1) stellt sich gar die Frage "Klimakatastrophe oder Kernkraft" und Umweltministerin Angela Merkel meint zu wissen: "Kernenergie kommt ohne die Entstehung von Kohlendioxid aus, sie ist also klimafreundlich". Sie zieht daraus den Schluß: "Ohne die Nutzung der Kernenergie werden wir unser gestecktes Klimaziel bis zum Jahr 2005 nicht erreichen". Der Öffentlichkeit soll zehn Jahre nach Tschernobyl klar gemacht werden: Wer das Klima retten will, muß auf die Kernenergie setzen. Im Sinne einer globalen Abschätzung zwischen dem Risiko einer drohenden Klimaveränderung und dem Risiko weiterer Super-GAUs (2) in Atomkraftwerken sei die Gefahr weiterer schwerster atomarer Unfälle geringer einzuschätzen als die Gefahren, die von einer drohenden Klimaveränderung ausgehen. Deshalb darf die Menschheit, so die Meinung der AKW-Befürworter, nicht auf die Atomenergie verzichten. Die Atomindustrie erhält für diese Argumentation reichlich Unterstützung von Lobbyverbänden wie dem BOI und von prominenter Seite aus der Politik. Zwei Argumente stehen dabei im Mittelpunkt der Argumentation: 1. die angebliche CO2-"Freiheit der Atomenergie" und 2. das Argument des "preiswerten" Atomstroms. Beide Argumente werden im vorliegenden Papier kritisch hinterfragt. (1) BDI - Bund Deutscher Industrie (2) GAU - Größter Anzunehmender Unfall in einem Atomkraftwerk
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