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Gefährdung deutscher Atomkraftwerke durch den Absturz v. Verkehrsflugzeugen (2001)

AuteurH.Hirsch, Greenpeace
Datumnovember 2001
Classificatie 6.01.3.20/36 (VEILIGHEID - REACTOREN - DRUK- EN KOKENDWATER)
Voorkant

Uit de publicatie:

Frankfurter Rundschau online

Zu "Wenn ein 400 Tonnen schwerer Jumbo auf ein Atomkraftwerk stürzt"

Gefährdung deutscher Atomkraftwerke durch den Absturz von Verkehrsflugzeugen

Von Dr. Helmut Hirsch, wissenschaftlicher Berater für Greenpeace

1 Einleitung

Der Absturz eines Verkehrsflugzeugs auf ein Atomkraftwerk war vor 
dem 11. September 2001 ein in den Köpfen der Verantwortlichen nahezu 
nichtexistenter Risikofaktor. Nicht nur Atomkraftwerks-Betreiber, auch Vertreter 
von Sachverständigenorganisationen hatten ein solches Ereignis unter, extrem
unwahrscheinlich' abgelegt.

"Fakt ist aber auf jeden Fall, das für sonstige Flugzeuge, also diese 
Großraumflugzeuge und so etwas, die Absturzwahrscheinlichkeiten viele 
Größenordnungen niedriger liegen ... " -dieser Aussage des Vertreters einer 
wichtigen Gutachterorga-nisation vor knapp zwei Jahren hätte wohl kaum jemand 
widersprochen1. Da die Absturzwahrscheinlichkeit eines Militärflugzeugs bei etwa 
1:1 Million bis 1:10 Millionen pro Jahr und Atomkraftwerksstandort angenommen 
wurde, folgt daraus, dass ein großes Verkehrsflugzeug eine jährliche 
Absturzwahrscheinlichkeit von etwa 1 : 1 Billion (1:1.000.000.000.000) haben 
müsste, eine winzige Zahl, praktisch von Null nicht zu unterscheiden.

Nun ist schlagartig die Frage aktuell geworden, was eigentlich passieren kann, 
wenn ein Verkehrsflugzeug auf ein Atomkraftwerk stürzt - sei es unfallbedingt
oder bewusst herbeigeführt.

Um einen ersten Versuch einer Antwort zu geben, wird in der Folge nach einer 
Bestandsaufnahme der Gebäude und Einrichtungen, die zu einem Atomkraftwerk 
gehören, sowie ihres Sicherheitsstandards in Deutschland untersucht werden, welche 
Belastungen im Falle eines Absturzes einer mittleren oder großen Maschine auftreten 
und zu welchen Unfallabläufen sie führen können. Schließlich wird auch die Frage 
diskutiert, welche Gegenmaßnahmen denkbar wären, insbesondere solche, die 
innerhalb relativ kurzer Zeit ohne besonderen technischen Aufwand durchgeführt 
werden können.

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