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Erfassung/Bewertung bergbaubedingter Umweltradioaktivität (1994)
| Auteur | Bundesamt für Strahlenschutz |
| Datum | april 1994 |
| Classificatie | 2.01.5.10/01 (DUITSLAND - URANIUMMIJNBOUW) |
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Uit de publicatie:
Einleitung Die Erzvorkommen in den Ländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden bereits im Mittelalter abgebaut. Zu dieser Zeit war der Bergbau auf die Gewinnung von Silber, Wismut, Kobalt, Nickel, Kupfer und Zinn gerichtet. Das damals wertlose, aber uranhaltige Nebengestein wurde als Abraum in der Umgebung der Bergbauanlagen abgelagert. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts gewann jedoch das Uranerz eine immer stärkere Bedeutung. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Uranerzvorkommen zunächst durch die Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) Wismut, die später in die Sowjetisch- Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut umgewandelt wurde, intensiv abgebaut. Durch die Erschließung ergiebiger Vorkommen führte der Bergbau in den dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten Gebieten zu weiteren Umweltbelastungen und einer erhöhten Strahlenexposition. Zahlreiche bergbauliche Hinterlassenschaften sind bis heute erhalten geblieben. Zum 31.12.1990 hat die Wismut GmbH den aktiven Uranerzbergbau eingestellt, mit der Stillegung der Bergbaubetriebe begonnen und die Sanierung kontaminierter Flächen und Objekte sowie Rekultivierungsarbeiten eingeleitet. Bei der Stillegung fällt im Rahmen von Sicherungs- und Entsorgungsmaßnahmen gegenwärtig noch in geringem Umfang uranhaltiges Material an, das im Sanierungsbetrieb Seelingstädt aufbereitet wird. Verantwortlichkeiten Nach dem Einigungsvertrag und dem Strahlenschutzvorsorgegesetz ist die Ermittlung der Umweltradioaktivität aus bergbaulicher Tätigkeit in den neuenBundesländern Aufgabe des Bundes. Zuständig für die Wahrnehmung dieser Aufgabe ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das BfS führt hierzu seit 1991 das Projekt "Radiologische Erfassung, Untersuchung und Bewertung bergbaulicher Altlasten (Altlastenkataster)" durch. Parallel zu dem Altlastenkataster des BfS führt die Wismut GmbH für ihre eigenen Betriebsflächen, -anlagen und -objekte eine vergleichbare Erhebung durch. Das auf dieser Grundlage erarbeitete Umweltkataster ist auf das Altlastenkataster des ‚'BfS abgestimmt, um einen direkten Transfer von Daten und Ergebnissen zu ermöglichen und damit die Voraussetzungen für eine einheitliche Bewertung der Daten zu schaffen. Die Resultate beider Projekte werden vom BfS in einem übergreifenden "Bergbaufolgelasten-Kataster" zusammengeführt.
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