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Nach dem Super-GAU. Tschernobyl und die Konsequenzen (1986)
| Auteur | K.Traube |
| Datum | juni 1986 |
| Classificatie | 2.34.8.10/91 (TSJERNOBYL - ONGELUK & OMGEVING - ALGEMEEN) |
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Uit de publicatie:
Zu diesem Buch Tschernobyl - der erste Super-GAU der jungen Atomära. Er hätte sich auch im britischen Windscale, im deutschen Brunsbüttel, im amerikanischen Harrisburg ereignen können, der «Größte Anzunehmende Unfall»: da schmilzt der Reaktorkern, da werden die giftigsten (und langlebigsten) radioaktiven Stoffe freigesetzt: Strontium 90, Xenon 139, Kobalt 60 und die Supergifte Plutonium und Jod 129. Jedesmal wird das Waffenarsenal der Menschheitskrankheit Krebs aufs neue gewaltig vergrößert. Der Mensch vergiftet sich und die Erde auf Jahrtausende. Die Bundesregierung in Bonn ist in die Falle getappt. Aus Begeisterung darüber, den Sowjets schlechte Reaktoren und eine katastrophale Informationspolitik vorwerfen zu können, mußte sie (nach Osten) die Gefahr benennen und sie (nach Westen) herunterspielen. Nun setzt die Beschwichtigungskampagne ein. Dem Schock folgt die Entwarnung. Dem will dieses Buch entgegenwirken. Es informiert über: - den vermuteten Ablauf des GAU in Tschernobyl - das sowjetische Atomprogramm - das Informationschaos in der Bundesrepublik - die Gefährlichkeit der Dauerstrahlung - Was ist Radioaktivität? - Die Reaktionen von Betroffenen - was lokale Initiativen jetzt tun können - die notwendigen und möglichen Strategien zum Ausstieg aus der Kernenergie Erhard Eppler, Klaus Traube, Lutz Mez, Rainer Grießhammer und viele andere haben nach Tschernobyl Beiträge geschrieben, um die neue Situation zu bewerten. Eines ist allen Autoren bewußt: 'Tschernobyl hat gegen die Gefährlichkeit der Atomenergie keine neuen Argumente gebracht - sie waren längst bekannt -, Tschernobyl hat sogenannte Experten als professionelle Verharmloser und deren Beschwichtigungsstrategien als institutionelle Verantwortungslosigkeit entlarvt. Atomenergie war auch schon vor Tschernobyl nicht verantwortbar. Aber erst der Super-GAU hat Politiker gezwungen, sich der Forderung nach Ausstieg aus der Kernenergie zu stellen. Dieser Ausstieg ist heute schwieriger und komplizierter als vor zehn Jahren. Aber politisch notwendig. Darum dieses Buch.
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